Über Plastik-und Konsumrausch im Dezember

Langsam aber sicher geht es wieder los: Der Konsumrausch in der Vorweihnachtszeit. Jeder braucht Geschenke und besonders in den Abendstunden füllen sich die Geschäfte mit Menschen. Es wird gekauft, gekauft und weiter gekauft. Witzigerweise nicht mit dem Hintergedanken, dass man etwas verschenken möchte, sondern dass man etwas verschenken muss. Denn es ist ja schließlich Weihnachten. Und so muss sich jeder etwas einfallen lassen.

 

Einen wirklich guten Einfall für ein Geschenk zu haben, ist in Anbetracht unserer Überflussgesellschaft ziemlich selten geworden. So kommt es immer häufiger vor, dass man vorher nachfragt, was sich der andere wünscht. Dieser überlegt sich dann etwas, was er zwar nicht dringend braucht, was aber ganz nice to have wäre.  Das Resultat ist das gegenseitige Verschenken von nice-to-have-Geschenken. So wissen dann die meisten von uns schon vorher, was sie unter dem Baum liegen haben.

Alternativ spricht man sich manchmal vorher gar nicht ab und bekommt ein Geschenk, was eher nice-to-NOT-have gewesen wäre. Oder man hat das seltene Glück und der andere hatte eine wirklich gute Geschenk-Idee. Manche machen es besonders clever, und verschenken Gutscheine oder Geld.
Manchmal wünsche ich mir, es wäre Brauch, dass nur noch alle Menschen unter 18 Jahren beschenkt werden. Da werden wirklich noch Wünsche erfüllt und vor allem die Kinder können sich noch ehrlich und ausgiebig über Geschenke freuen. Aber unter Erwachsenen?

Genauso verrückt ist der Verbrauch an Plastik. Ich kann es angesichts des Klimawandels nicht verstehen, wieso sich manche Käufer immer noch für jedes neue Geschenk eine neue Plastiktüte geben lassen. Am Ende halten sie dann 5 Plastiktüten in der Hand, obwohl die Geschenke locker in eine Tüte gepasst hätten. Oder noch besser in einen mitgebrachten Rucksack. Mir scheinen hierbei vor allem ältere Leute wenig über den unnötigen Müll nachzudenken, den sie damit verursachen. Früher war eben doch nicht alles besser. Zuhause werden dann sämtliche Tüten weggeschmissen und die Geschenke werden wieder neu verpackt: Diesmal in Geschenkpapier.

Zusätzlich wird extrem viel Schokolade verkauft, bei der selbst kleinste Mengen einzeln in Plastik verpackt sind. So entsteht ein zusätzlicher Müllberg aus den Plastikverpackungen.
Ich liebe Weihnachten sehr, aber den Konsumrausch könnte man von mir aus streichen. Stattdessen könnten wir uns wieder auf das besinnen, was Weihnachten eigentlich sein sollte: Eine Zeit der Besinnung auf das, was wirklich wichtig ist im Leben.

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Ein Kommentar

  1. a. wir schreiben euch aus Spanien und hier beschenkt man sich am 6.Januar zu Hl. 3Königen, so wie es die Hl3Könige es einst taten.
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